Narbenentfernung: Nachsorge und Heilung

Narbenentfernung

Die optimale Wundversorgung nach einer Narbenentfernung ist post-operativ die wichtigste Maßnahme, um Komplikationen zu vermeiden. Die notwendige Nachsorge wird von Ihrem Arzt durch die Versorgung der Wunde eingeleitet, Sie müssen in den folgenden Wochen und Monaten für einen erfolgreichen Heilungsprozess aktiv mitwirken.

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Eine moderne Wundversorgung beginnt mit feuchten Verbänden, die in der ersten Heilungsphase die Haut bei der Bildung "gesunden" Narbengewebes unterstützen. Die weiterhin möglichst schonende Heilung können Sie durch die Verwendung von Heilsalben und Pflegeprodukte mit medizinischem Zusatznutzen gezielt fördern. Häufig sind in solchen vom Arzt verordneten oder empfohlenen Präparaten Kortison, Östrogen oder Vitamin A-Komplexe enthalten, die dafür sorgen, dass das Narbengewebe weich bleibt. Auch eine Verhinderung von Entzündungen und Infektionen ist für die Bildung ästhetischer Narben wichtig und kann durch Medikamentengabe oder Wirksalben gewährleistet werden.

Es ist normal, dass Narben in den ersten Monaten farblich auffallen und sich derb anfühlen. Diesen Zustand können Sie verbessern und eine Normalisierung des Narbengewebes beschleunigen, indem Sie die individuell bevorzugten Hautpflegeprodukte vorsichtig einmassieren oder zumindest in den ersten Wochen zeitweise leichte Druckverbände anlegen. Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen für Ihren konkreten Fall die passenden Tipps geben. Sobald sich die Wunden geschlossen haben, erreichen Sie eine Verbesserung des Hautbildes, indem Sie konsequent das entstandene Narbengewebe mit leichten Massagen mobilisieren und so dafür sorgen, dass es geschmeidig wird. Auch eine feuchtigkeitsregulierende Pflege durch Cremes, aber auch ausreichendes Trinken, fördert die Normalisierung.

Ein Sonderfall sind die wuchernden Narbengewebe (Keloide), die meistens eine Zusatztherapie erfordern. Je nach Ausgangslage wird der behandelnde Chirurg oder der Hautarzt zu diesem Zweck Bestrahlungen, Kortisonsalben, Interferon- beziehungsweise Vitamin A-Präparate oder eine physikalische Drucktherapie verordnen. Zur Verhinderung von Gewebewucherungen sind physikalischen Behandlungen besonders wichtig, da es nicht nur um die Gestaltung der Narbe, sondern um die Rückfallverhinderung geht. Das Wirkungsprinzip ist in allen Fällen die Verminderung von Durchblutung der betroffenen Wundstellen. Dadurch sollen die Narben zum Schrumpfen gebracht werden.

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